Streetdate: 14.07.2017 / Metal Blade
Streetdate: 14.07.2017 / Metal Blade

BLOODCLOT - Up In Arms

(Metal Blade)

 

BLOODCLOT (Blutgerinsel) sind ein Hardcore Punk Projekt aus New York City, das im Jahre 2006 von John Joseph von den CRO-MAGS ins Leben gerufen wurde. 2014 gesellte sich noch Gitarrist Todd Youth (ex-DANZIG, ex-AGNOSTIC FRONT) hinzu und im letzten Jahr komplettierte man sich mit Nick Oliveri (ex-QUEENS OF THE STONE AGE, ex-KYUSS, ex-EAGLES OF DEATH METAL) am Bass und Joey Castillo (ex-DANZIG, ex-QUEENS OF THE STONE AGE) hinter der Schießbude. Mit ihrem zweiten, schnellen, schrägen und gute Laune verbreitenden Lauschangriff „Up In Arms“ haben sich die anständigen Regierungsgegner BLOODCLOT mit ihrem moshpittauglichen, rock’n’rollig fetzigen Hardcore Punk knappe neun Jahre Zeit gelassen. Die Jungs haben allerdings hörbar Spaß an ihrem bisweilen kranken und durchgeknallten Hardcore Punk mit galoppierendem Drumming und treten durch den hohen Punk Rock Anteil 'ne mächtig Pogoparty vom Damm.

 

© Rick Rodney
© Rick Rodney

Der Sänger, Autor und vegan lebende Ironman Triathlet John Joseph besingt in seiner hell angepissten Grölorgie die Ungerechtigkeit, sowie die schier endlosen Missstände auf diesem Planeten. Er wird dabei teilweise so schnell, dass man fast meinen könnte, er würde sich sogleich mit seinem Gesang überschlagen. John experimentiert auch gerne mit seiner Stimme, behält immer eine gewisse Contenance bei und bleibt dadurch stets Herr der Lage. Die übrigen BLOODCLOT Mitglieder zetteln mit ihren rockigen, thrashigen und fetzigen Hardcore Rhythmen eine musikalische Revolte an. Die Riffs sind punkig bis thrashig ausgelegt, können bisweilen schon mal im Stakkato ausarten und die präsenten Basssaiten werden astrein in wabbelnde Schwingungen versetzt. Normalerweise kann ich mit so kurzen Songs wie „Kali“ (00:54) oder „Fire“ (01:24) nicht viel anfangen, da man sich kaum auf sie einlassen kann, ehe man sich auch schon wieder von ihnen verabschieden muss. Das ist im Falle der Hardcore-Punk und Groove Metal Jünger BLOODCLOT allerdings ein wenig anders, denn sie legen eine enorme Power in die Songs, spielen mit Stimme und Instrumenten, sodass die zu keinem Zeitpunkt langweilig werden, sondern in schneller Abfolge mächtig Arsch treten.

 

Ich kann mir bestens vorstellen, dass bei Tracks wie „Up in Arms“, „Fire“, „Prayer“, „Slow Kill Genocide“, „Life as One“ und dem, mit einer extravaganten Gesangsperformance versehenen „You'll Be The Death Of Me“ ordentlich die Fetzen fliegen und dass die Songs live bestens funktionieren werden. Für die vergleichsweise helle, oldschoolige Aufnahme zeigte sich Produzent Zeuss (HATEBREED, REVOCATION) im NRG, Los Angeles verantwortlich. Den rauen Mix, bei dem aber mal so richtig die Fetzen fliegen, besorgte Kyle McAulay ebenfalls im NRG. Als eher ungeübter Hardcore Punker wird mir „Up In Arms“ auf Dauer dann aber doch etwas zu anstrengend, macht aber nix, denn nach nicht mal einer halben Stunde ist das Spektakel ohnehin schon wieder vorbei.

 

www.facebook.com/bloodclotofficial

 

Meine Wertung: 84/100

© Rick Rodney
© Rick Rodney

BLOODCLOT in der aktuellen Besetzung:

John Joseph – Vocals

Todd Youth – Guitars

Nick Oliveri – Bass

Joey Castillo – Drums

 

Tracklist:

1. Up In Arms (04:01)

2. Fire (01:24)

3. Manic (02:15)

4. Kill The Beast (01:36)

5. Prayer (03:04)

6. Siva / Rudra (03:04)

7. Soldiers Of The New Babylon (02:49)

8. Kali (00:54)

9. Slow Kill Genocide (03:03)

10. Slipping Into Darkness (01:55)

11. Life As One (01:43)

12. You'll Be The Death Of Me (03:24)

 

TT: 29:12 Minuten


Anspieltipps: Slow Kill Genocide, Life As One, Up In Arms, Prayer, You'll Be The Death Of Me

“Kali” Official Video:

“Manic” Official Video:

 

"Slow Kill Genocide":

“Up In Arms” Lyric Video: