CRUMMER - Deathwards

Pathologically Explicit Recordings

- Erstschlag der spanischen Old School Death Armada -


CRUMMER - Deathwards
Streetdate: 01.04.2021 / Pathologically Explicit Recordings

Auf in Richtung Tod! Die spanische Old School Death Armada CRUMMER, aus dem Fürstentum Asturien, zockt auf ihrem bärenstarken Erstschlag "Deathwards" groben, traditionell gehaltenen und schnörkellosen  Todesstahl, mit einer düster-doomigen Soundlegierung. Ihre Ode an den stripped down to the bone Death Metal schwedischer, wie amerikanischer Couleur, ist in den Geschwindigkeiten sehr variabel gehalten, hält sich gerne in Mid- bis Uptempo-Gefilden auf und rumpelt urgewaltig aus den Speakern. Das spanische Duo, welches sich im April 2020 gründete und aus Abel Suárez, sowie Gonzalo "Lalo" González besteht (beide ebenfalls Mitglieder der spanischen Totengräber CATHEXIA), fühlt sich seit jeher der düsteren, schwermetallhaltigen Kunst verbunden. Während Abel als Tätowierer und Illustrator arbeitet, verdingt sich Lalo als Produzent und Tontechniker. Dass es die Jungs musikalisch verdammt noch mal was drauf haben, beweisen CRUMMER mit der rohen und grobschlächtigen Dampfwalze "Deathwards" absolut nachhaltig.

 

Abels authentische, rauchige Vocals, die von Verderben, Tod und Verwesung künden, ähneln in Einsatz, Stil und Timbre an Death Metal Gott John Tardy (OBITUARY). Musikalisch dem Tomb'n'Batcave Death Metal verschrieben, erinnern CRUMMER von der finsteren Intensität und den postapokalyptischen Klangkosmen her, neben den erwähnten Amis von OBI ganz klar an die Schweden GRAVE und DISMEMBER, die deutsche Death Metal Legende MORGOTH oder auch an die Holländer ASPHYX. Gitarrist, Bassist und Keyboarder Gonzalo "Lalo" González simuliert mit seinen Gitarren des Öfteren auch den schartigen Buzzsaw-Sound, den ENTOMBED Anfang der 90er Jahre etablierten. Sein fettes, hart angerissenes Bassgewummer und sein schranzig heruntergetuntes Gitarrenwerk, welche den Hörer mit ihren interessanten, kontrastierenden und gekonnt eingewebten Bridges immer wieder in die Realität zurückholen, kommen ohne viel Federlesen auf den Punkt. 

Das abwechslungsreich gezockte, bedrohlich verruchte und wuchtige Drum-Geholze lässt zwar keine technischen Meisterleistungen erwarten, ist dennoch göttlich gezockt und vermischt sich perfekt mit dem zwar primitiven, dafür aber umso aussagekräftigerem Todesmörtel, wie er vornehmlich Anfang der 1990er Jahre zum Besten gegeben wurde. Den hintergründigen Keyboardsound, der lediglich die Atmosphäre stützen soll, nimmt man dabei kaum bewusst zur Kenntnis.

CRUMMER - Deathwards
CRUMMER

CRUMMER haben mit "Deathwards" einen stumpfen, schartigen und leidvollen Old School Death/Doom Sound mit assig verruchter Growl-Performance in die Tonspuren geballert, der dem Death Metal Olymp huldigt, sich perfekt in die Schnittmenge zwischen gerade noch soeben euphonischen Melodien und finsteren Disharmonien einfügt und den Geist des frühen, pollernd-straighten in-ya-face Death Metal perfekt einfängt. So klingt Señor Suárez Muerte bei dem langsam dahinsiechenden "Sacks of bones" beispielsweise wie eine halbverwesete Leiche, die sich mit einem immerwährenden Grinsen auf der Visage mühevoll aus ihrem Grab hievt. Einfach göttlich das! Inklusive des Intros "Funerarium ritual", sowie dem Zwischenspiel "Deathwards into unlight" bringt es das Debüt der Spanier auf zehn Death Metal Bretter mit einer Halbwertszeit von 37:10 Minuten. Gesanglich liegen CRUMMER irgendwo in der Schnittmenge zwischen dem bereits erwähnten John Tardy (OBITUARY), Tomas Åkvik (LIK) und Martin van Drunen (ASPHYX). Bis auf drei Gitarrensoli, die Borja Suárez von LEGACY OF BRUTALITY beisteuerte, bei der auch Lalo als Bassist zugange ist, sowie einer Gesangsperformance von Laura Alfonso bei "The silence of death", stammt alles an "Deathwards" von Abel und Lalo. Angefangen bei den Kompositionen über Aufnahmen, Produktion, Mix und Master, bis hin zu Artwork und Design. So oder so ist CRUMMER mit "Deathwards" ein bockstarkes, archaisches Album aus dem Ärmel gerutscht, das sich tief vor den altehrwürdigen Death Metal Ikonen verbeugt, selbiges aber gar nicht wirklich nötig hat!!!

 

(Janko)

 

http://www.crummer.es/

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LACK OF LIES - Wertung: 91/100

 

CRUMMER in der "Deathwards" Besetzung:

Abel Suárez - Vocals

Gonzalo "Lalo" González - Guitars, Bass, Drums, Keyboards

 

Tracklist:

01. Funerarium ritual (01:02)

02. You are dead (04:30)

03. The silence of death (03:37)

04. Echoes among the tombstones (04:09)

05. Drowned in a sea of solitude (05:28)

06. The chosen ones (03:42)

07. Deathwards into unlight (01:27)

08. Sacks of bones (06:42)

09. Iced gardens of remembrance (04:19)

10. Era of obscurity (02:14)

 

TT: 37:10 Minuten

 

Anspieltipps: Drowned in a sea of solitude; The chosen ones; You are dead; Sacks of bones; Iced gardens of remembrance

 

Hier checkt ihr die aktuellen CRUMMER Euro-Tourdates!

 

Sacks of bones:

 

The silence of death:

 

Echoes among the tombstones:

CRUMMER - Deathwards Full Album Stream: