Sebastian Fitzek - Das Kind 

 

Sebastian Fitzek, der deutsche Newcomer in Sachen Psychothriller, hat auch mit seinem dritten Band „Das Kind“ bewiesen, dass er seine genialen Ideen, mit seinem ansprechenden Schreibstil zu einer ganz besonderen Kost avancieren lässt. Auch diesmal schliddern seine Protagonisten von einer Bedrängnis in die nächste. Seelische Zerwürfnisse, schockierende Geschehnisse, sowie psychische Grausamkeiten, spielen dabei nicht selten eine tragende Rolle. Herr Fitzek versteht sich bestens darauf, immer wieder unvorhergesehene und für die einzelnen Charaktere äußerst fiese Wendungen bereitzuhalten. Auf etwa 390 Seiten schlägt auch diese, zur absoluten Spannung komprimierte und extrem rasante Story ein, wie eine Bombe. Verzweiflung, Ausweglosigkeit, Lügen und Intrigen sind die allgegenwärtigen Attribute dieses fulminanten Psychothrillers. Wie schon der Vorgängerroman, spielt auch „Das Kind“ nahezu ausschließlich in Berlin. In die stets recht einfach gehaltene Sprache werden, anstatt pseudointelligenter Fremdwörter immer wieder spannungstriefende Kehrtwendungen eingewoben, was „Das Kind“ zu einem absoluten Pageturner macht. Der Autor schafft es immer wieder, der potenziellen Leserschaft das Gefühl zu vermitteln, sich mitten im Strudel des morbid-kranken Geschehens zu befinden. Dies schaffen meiner Meinung nach nur die wenigstens seiner Zunft, zumindest in dieser Intensität. Sebastian Fitzek kann man schon heute getrost als den deutschen Meister des Psychothrillers bezeichnen.

 

Meine Wertung: 85°

 

www.sebastianfitzek.de