GODSKILL – I: The Forthcoming

(Bret Hard Records)

 

Der Death Metal Vierer GODSKILL aus Heilbronn stellt sich, nach der Veröffentlichung ihres 2013er Erstschlags „History of Blessed Killings“ EP, nun mit seinem zweiten Lauscherangriff „I-The Forthcoming“ vor. Die potentielle Hörerschaft erwartet auf dem Debüt Album der Baden-Württemberger, die sich im Jahre 2011 zusammentaten, puristischen, ansprechenden Oldschool Death Metal aus deutschen Landen, der ein wenig Richtung Schwedentod schielt. Dieser schwedisch deutsche Einschlag kommt wie eine Art UNLEASHED meets FLESHCRAWL rüber. Dazu noch zweistimmig vorgetragen, zumeist in dunkles, gutturales Growling gehüllt und ab und an mal mit ein wenig Kreischgesang aufgewertet, hat man mit dem ziemlich geilen Drumming, welches produktionstechnisch leider immer mal wieder in den Niederungen der seltsam unausgewogenen Aufnahme untergeht, ein durchaus bemerkenswertes Zusammenwirken der gesamten Instrumentalsektion mit ihrem Fronter auf die Beine gestellt. Auch die Gitarrenarbeit muss man deutlich hervorheben. Allerdings dürfte sie in meinen Ohren gerne öfters mal ihre „Flügel“ weiter ausbreiten, um mehr Fülle und Atmosphäre zu schaffen. Dies ist der Band bei Ihrer Abschluss Trilogie „The Prophecy“ wirklich gut gelungen. Da lässt sich doch wunderbar drauf aufbauen. Die ehrliche und unverfälschte Produktion hat allerdings einen feingliedrigeren finalen Mix verdient. Für den dritten Track „Blut“ hat man einen deutschen Text vorgesehen, der GODSKILL ebenfalls gut zu Gesicht steht.

 

Häufig wird das Gaspedal durchgetreten, man fährt aber auch schon mal mit angezogener Handbremse, was dem Gesamtbild zu einer enormen Dynamik verhilft und eine Menge Abwechslung verspricht. Gar nicht schlecht für ein Debüt Album und genau das richtige Futter für Oldschool Death Metal Puristen! Das treibende, musikalische Grundgerüst bietet variable Dynamiken, da von der Schießbude eine gehörige Portion Groove ausgeht und auch die Gitarren mit Köpfchen und Bedacht gespielt sind. Für „I: The Forthcoming“ hat man ein paar wirklich starke Riffs aus dem Ärmel geleiert.

GODSKILL zocken hier eine coole Nummer nach der anderen runter, setzen somit eine feurige Duftmarke und können sicherlich schon bald mit den Großen pissen gehen. Die Gesangsperformance, die sich im Verlauf des Albums durchaus variabel zeigt, könnte so durchaus öfters eingesetzt werden (und damit meine ich nicht nur den Wechsel zwischen Death Growling und Gekeife), um sich breitgefächerter zu präsentieren. GODSKILL spielen im Übrigen am Samstag, den 03.12.2016 zusammen mit LEGAL HATE, PILOTS NOT FLYING, BURNING WIRE und SECOND AID im Juca in Dieburg (siehe neben stehenden Flyer).

 

www.godskill.de

 

Meine Wertung: 82/100

 

GODSKILL in der aktuellen Besetzung:

Carsten Quadel – Vocals

Timo –Guitars, Vocals

Uwe – Bass

Berni –Drums