Streetdate: 27.07.2018 / Pulverised Records
Streetdate: 27.07.2018 / Pulverised Records

INFERNAL EXECRATOR - Obsolete Ordinance

(Pulverised Records)

 

Allen, die auf ungestüm gezockten, destruktiv ausgelegten Black Metal stehen, sei das zweite Album "Obsolete Ordinance", der Schwarzheimer INFERNAL EXECRATOR aus Singapur wärmstens ans Herz gelegt. Die fleißigen Totengräber haben bislang ein Demo, eine Compilation, zwei EPs, vier Split-Alben, sowie zwei Komplettwerke veröffentlicht und verstehen sich auf ein Black Metal Blastinferno, dass hin und wieder mit diversen Thrash und Death Einlagen flirtet. Erschienen ist der neueste Output "Obsolete Ordinance" bereits am 27.07.2018 via Pulverised Records und geht so grob in Richtung ihrer Landsmänner von IMPIETY oder den Schweden von MARDUK. Die Infernale Legion steht dem Vernehmen nach auch auf IMPIETY, ANGELCORPSE, ABHORER, ARCHGOAT, BLASPHEMY und MARDUK.

 

Nach dem recht langen Intro zum Einstiegssong "Infernal Execrator“, geht es auch gleich in Überschallgeschwindigkeit von dannen. Immer wieder werden die fiesen Highspeed-Knüppelschlachten von langsameren Passagen durchkreuzt. Die acht, technisch unkomplizierten aber keinesfalls uninteressanten Tracks frönen, mit ihren wilden, scharfkantigen Riff-Attacken, jedoch zu 95 % den oberen Geschwindigkeitsgraden. Das fetzige Riffing weist durchaus einen leichten Hang zum Neurotischen auf. Die 2005 gegründete, gottlose Black/Death Metal Horde INFERNAL EXECRATOR wirkt trotz der deftigen Gangart, ihres 34:36 Minuten rotierenden Zweitwerks "Obsolete Ordinance" zwar noch immer leicht konturlos und daher nicht greifbar genug, dafür muss man ihnen wiederum zu Gute halten, dass sie schon ordentlich Dampf machen und auch dazu in der Lage sind, eine intensive, nihilistisch kalte Atmosphäre zu erzeugen. Die minimal übersteuerte, dennoch passende und als gelungen zu bezeichnende Produktion, hat einen leichten Hang zum Hellen, ist aber dadurch auch genretypisch frostig gehalten.

Lord Ashir kotzt sich in assig wilder Manier die Seele aus dem Leib. Und wie es in diesem Genre üblich ist, verspeit sein krächzend heiserer Pesthauch Hass, Genozid, Hinrichtung, Nihilismus und wendet sich prinzipiell gegen alles, insbesondere gegen die Gräueltaten und das Morden, das durch die Religionen im Allgemeinen vollzogen wurde und noch heute wird. Daher auch die geistreichen Namen der Bandmitglieder, wie Halphas D. Nihilist (Guitars), Kommando Antichristo (Bass) oder Drummer Christslaughter. Die Brachialgewalt die INFERNAL EXECRATOR zu jeder Sekunde der 34:36 Minuten Spielzeit an den Tag legen, hält sie nicht davon ab, insbesondere innerhalb der Refrains, auf Eingängigkeit bedacht zu sein. Das gotteslästerliche “Obsolete Ordinance" wurde mit einem 20-seitigen, illustrierten Booklet, dass sämtliche Texte des Albums bereithält ausgestattet. INFERNAL EXECRATOR is pure irreligious Black/Death Terror!

 

https://de-de.facebook.com/Infernal.Execrator/

 

Meine Wertung: 80/100

 

INFERNAL EXECRATOR in der aktuellen Besetzung:

Lord Ashir - Vocals, Guitars (Invoker of battle summonings & Supreme 6 Axexecration)

Halphas D. Nihilist - Guitars (Sacrilegious Shredder 6)

Kommando Antichristo - Bass (Ancient Chain Bearer of Quarternity)

Christslaughter - Drums (Conjurer of Eternal Doom)

 

Tracklist:

01. Infernal Execrator (True Blasphemous Conqueror) (05:04) 

02. Incinerate Halakhah Theorem (03:53) 

03. Scions of Irreverent Bloodshed (03:39) 

04. Northern Superiority (03:44) 

05. Quintessence of Timeless Void (02:57) 

06. Supreme Barbarous Ordo (04:03) 

07. Obsolete Ordinance (03:29) 

08. Absolute Celestial Condemnation (07:49) 

 

TT: 34:36 Minuten

 

Anspieltipps: Northern Superiority; Scions of Irreverent Bloodshed; Quintessence of Timeless Void; Absolute Celestial Condemnation

 

Hier gibt es das Komplettwerk "Obsolete Ordinance" im Stream: