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Streetdate: 18.10.2019 / Hammerheart Records
Streetdate: 18.10.2019 / Hammerheart Records

KONKHRA - Alpha And The Omega

(Hammerheart Records)

 

Nach zehn Jahren der Stille erwacht die dänische Death Metal Mean Machine KONKHRA aus Køge und Kopenhagen endlich wieder zum Leben. Nachdem sich die, von 1988 bis 1990 noch unter dem Banner VICIOUS CIRCLE agierende Todesschwadron immer weiter vom einstigen Brutal Death Metal entfernte, widmete sie sich in der Folgezeit vermehrt dem Death’n’Roll und integrierte sogar Rock- und Alternative-Anleihen in ihren Sound. Erst mit dem 2003er "Reality Check" schlug das dänische Quartett wieder eine brutalere Richtung ein und kehrte ein Stück weit zu seinen Wurzeln zurück. Im Jahre 2009 war dann, nach dem vorerst letzten Output "Nothing Is Sacred" Schluss mit lustig und eine ganze Dekade lang tat sich nichts Neues im KONKHRA-Lager. Nach ihrer vorübergehenden Stilllegung melden sich die Extrem Metal Veteranen mit ihrem siebten Paukenschlag "Alpha And The Omega" an der Death Metal Front zurück...und zwar fulminant und voller Leben! 

KONKHRA bieten grobschlächtigen, wuchtigen, groovigen, bisweilen auch technischen Todesmörtel, den sie mit diversen Deathcore/Hardcore/Doom und Punk-Nuancen abschmecken. Den Einstieg macht der wuchtige und titelgebende Übersong "Alpha and the Omega". In den extraklasse gezockten Leads wird gerne mal gefrickelt, das hart angerissene, fetzige Anti-Langeweile-Riffing hingegen ist massiv und scharf wie Blair’s 16 Million Reserve (laut Guinness-Buch schärfstes Gewürz der Welt). Und weil KONKHRA mit ihrem Grundtempo eher in den mittleren Bereichen liegen, aus denen Sie aber auch gerne mal nach oben hin ausbrechen, bekomme ich von den endgeilen, sprunghaft pumpenden und kernigen Crossrhythmik-Abfolgen, wie man sie vom Hardcore her kennt, am Ende noch ein Sixpack im Nacken. Die kraftstrotzende, düstere Grummelstimme von Sänger, Gitarrist und Bandmitbegründer Anders Lundemark, klingt dabei Slam Death-, bzw. Deathcore-typisch. Auch soundtechnisch wurden die zwölf Tracks in Deathcore-/Slam Death-typische Gewänder gehüllt, obschon die musikalische Grundausrichtung dafür überwiegend zu langsam ist.

Die groovebasierte Hüpfburg KONKHRA verarbeitet durchweg coole Ideen und lässt die vorgenannten musikalischen Stile zu einer einwandfrei funktionierenden Einheit verschmelzen. Auch oder gerade was die abgefahrene und vielseitige Vocalperformance von Fronter Anders Lundemark anbetrifft, der oftmals röchelndes Growling/Grunting, Roaring oder Hardcore Gebrüll einsetzt. So klingt "Sandblasted" beispielsweise ein wenig nach einer älteren CLAWFINGER-Nummer. Beim darauffolgenden "Misled" setzt Lundemark seinen Gesang wie eine Mischung aus Karl Willets (MEMORIAM) und Dirk "Dicker" Weiss (WARPATH) ein. Das Ganze untermalt mit fett wummerndem Bass, saftig bollerndem Drumming bis hin zu gesittetem anarchistischem Gebolze, das bei den schnellen und druckvollen Nummer "Bow to Moloch", "Floodgates", "By Instinct Be Driven", sowie dem thrashigen "I Am Ra", die wahrlich Pfeffer im Hintern haben, zum Einsatz kommt. Jede Nummer entwickelt durch die Einbettung der unterschiedlichen stilistischen Mittel ihren ganz individuellen Charakter.

Die ordentlich ballernde Dynamik zieht sich wie ein roter Faden durch sämtliche Songs. KONKHRA, die ihr neuestes Werk selbst produzierten, erreichen aufgrund der verwandten Techniken eine ziemlich undurchdringliche klangtechnische Dichte. Der Sound ist modern, der fast schon vorrangige Groove monströs. Auch vor anarchistischen Anleihen aus dem Punk Rock, dem Einsatz von Chorussen, wie im zweiten Track "Thoth" oder diversen Synthlayers schreckten die Totengräber nicht zurück. Aufgenommen wurde das 55:33-minütige "Alpha And The Omega", dass sich für Fans von BOOLDBATH, DEBAUCHERY, GOREFEST oder ILLDISPOSED geradezu aufdrängen dürfte, im Starstruck Studio in Dänemark. Das Mastering übernahm Klangstylist Tue Madsen (DARK TRANQUILLITY, MADBALL, MESHUGGAH, THE HAUNTED) in seinem Antfarm Studio zu Aabyhøj, welches sich ebenfalls in Dänemark befindet. "Alpha And The Omega" läuft sich auch nach dem zwanzigsten Durchgang nicht tot und ist ein wahrlich starkes Comeback geworden! KONKHRA sind und bleiben nun mal very fucking Metal!!!

Das komplette Album checkt ihr im Übrigen auf: https://konkhra.bandcamp.com/

 

www.konkhra.com

https://www.facebook.com/pages/KONKHRA/106199692761969

 

Meine Wertung: 85/100

 

KONKHRA in der "Alpha And The Omega" Besetzung:

Anders Lundemark - Vocals, Guitars

Kim Hakim Mathiesen/Michael Skovbakke - Guitars

Martin Kristensen - Bass

Johnny Nielsen - Drums

 

Tracklist:

01. Alpha and the Omega (04:24)   

02. Thoth (05:01)

03. Divine Wind (04:47)        

04. Babylon (04:46)

05. Bow to Moloch (04:20)   

06. Blood Reign (04:27)        

07. Floodgates (03:03)

08. Sandblasted (03:45)        

09. Misled (04:50)

10. By Instinct Be Driven (05:35)   

11. Darkest Millenium (06:51)

12. I Am Ra (03:44)

 

TT: 55:33 Minuten

 

Anspieltipps: Alpha and the Omega; Babylon; Thoth; Divine Wind; Misled; By Instinct Be Driven

 

Hier checkt ihr die aktuellen KONKHRA Tourdates!

 

Thoth:

 

 

Babylon:

 

 

Floodgates: