Streetdate: 07.07.2017 / Eigenproduktion
Streetdate: 07.07.2017 / Eigenproduktion

MISANTHROPE MONARCH - Regress To The Saturnine Chapter

(Eigenproduktion)

 

Nach der selbstbetitelten MCD „Misanthrope Monarch“ stellt das Debütalbum „Regress To The Saturnine Chapter“ den ersten full-length Flirt der Oberhausener Death/Thrash Combo MISANTHROPE MONARCH mit dem Tod dar. Die Nordrhein-Westfalen sind zwar erst seit 2014 am Start, haben es aber mal faustdick hinter den Ohren. Beim ersten Durchlauf wirbeln mir spontan Begriffe, wie...technisch, schnell, deftig, rabiat, wuchtig, aggressiv, groovy, sinister, melodisch, abwechslungsreich, wild, ungestüm, dynamisch und sprunghaft durchs Resthirn. Wer kann schon von sich behaupten, derart viele Trademarks in seiner Musik, vor allem auf seinem Debüt abzufrühstücken und zu einer solch technisch geballten Ladung zu vereinen? Dazu noch Max Scheefeldts' tödlich präzise Schlagzeugarbeit, die mit ihren straffen Tempowechseln alles gnadenlos wegballert und dadurch eine von Verwesung gezeichnete, düstere Atmosphäre heraufbeschwört. Dafür muss man schon verdammt abgefischt sein!

 

Der teufliche Wechselbalg „Regress To The Saturnine Chapter“ koordiniert nicht nur Blastbeats geschickt mit den kräftigen, dunkelgutturalen Vokills von Christoph Mieves, ruhelosen Vier- und Sechssaitern und einer sehr geilen Arrhythmie, die der recht komplexen und komprimierten Gangart des bulligen Boliden zusätzlichen Grooveschub einspritzt. Das Brutal Technical Death/Thrash Quintett aus dem Ruhrgebiet geht dabei zumeist recht derbe zur Sache, bleibt aber stets auf hohem technischen Niveau und zeigt deutlich auf, dass es sein Handwerk versteht. Man lausche nur mal der oberfetten, sinisteren Darbietung „The Brotherhood Of Destruction”, zu dem die Band auch ein Video abgedreht hat oder dem alles in Grund und Boden stampfenden Groovemonster „Father Sin And The Hollow Spirit“.

Da ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass man mit seinem Gesuch nach Unterstützung bei der Wacken Foundation offene Türen einrannte. Der technische Aspekt steht bei MISANTHROPE MONARCH jedoch nicht zwangsläufig im Vordergrund, wodurch der musikalische Grundcharakter des pure fucking Death/Thrash Genocide davon stets uneingenommen bleibt. Die scharfkantigen Knochensägen und die furiose Totengräberdynamik des Höllenkommandos sprechen jedoch eine deutliche Sprache.

 

Wie bereits die 2014er MCD, wurde auch „Regress To The Saturnine Chapter” von Dominic Paraskevopoulus bei Level3Entertainment aufgenommen, der das Material auch abmischte. Das finale Mastern übernahm dieses Mal Olman Viper in den Hertzwerk Studios. KREATOR Gitarrist Sami Yli-Sirniö übernahm auch ein Gastsolo bei dem Song "Usurping The Throne". „Regress To The Saturnine Chapter” lässt auf jeden Fall glauben und hoffen, dass man in Zukunft noch so einiges von der Ruhrpottler Todeswalze MISANTHROPE MONARCH hören wird!

 

www.facebook.com/misanthropemonarchband

 

Meine Wertung: 86/100

 

MISANTHROPE MONARCH in der aktuellen Besetzung:

Christoph Mieves – Vocals

Kristian Gøbels – Lead Guitars

Richie Zubek – Guitars

Pat Fleischmann – Bass

Max Scheefeldt – Drums

 

Tracklist:

01. Towards The Utopian Kingdom Of Fire (00:44)

02. Usurping The Throne (03:21)

03. Crushing The Unbeliever (03:12)

04. The Brotherhood Of Destruction (03:50)

05. Dispelled (03:35)

06. Regress To The Saturnine Chapter (03:22)

07. Father Sin And The Hollow Spirit (02:43)

08. Black Sirens Lurking (02:31)

09. The Omega Embrace (03:15)

10. Trail Of The Heretic (Maleficium) (03:25)

11. Cosmic Maze (05:29)

 

TT: 35:28 Minuten

 

Anspieltipps: The Brotherhood Of Destruction, Father Sin And The Hollow Spirit, Dispelled, Cosmic Maze, Regress To The Saturnine Chapter, Trail Of The Heretic (Maleficium)

Video zu "The Brotherhood Of Destruction”: