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Streetdate: 25.05.2020 / Eigenveröffentlichung
Streetdate: 25.05.2020 / Eigenveröffentlichung

MISANTHROPIC RITUALS - A Path Through Absent Places

(Eigenveröffentlichung)

 

Das zweites Vollwerk "A Path Through Absent Places", der Atmospheric Black Metaller MISANTHROPIC RITUALS aus New Jersey bewegt sich überwiegend im Low- bis Midtempobereich. Das Duo, das aus Bandgründer und Allround-Instrumentalisten Andrew "Bones" Bono, sowie Sänger Ymir besteht, der nebenbei bemerkt noch bei DEGRADER ins Mikro kreischt, fährt die Ambient Black Metal Schiene mit doomiger Ausrichtung und überwiegend elektronisch veränderten hellen, wie kräftigen Gesangslinien. Sechs Tracks und 31:14 Minuten haben es auf das neueste Werk der beiden Schwarzkittel MISANTHROPIC RITUALS geschafft, die seit 2012 ihre Kreise über dem Black Metal lager ziehen und sich fortan als erstes festes Bandgefüge verstehen.

 

Als Quell der Inspiration für ihre Musik und ihr Textgut über Menschenfeindlichkeit, Dunkelheit, Trauer und Einsamkeit nennen die US Black Metaller SARGEIST, BATHORY, SATYRICON, ROTTING CHRIST, BEHEXEN, BEHEMTOH, MAYHEM, sowie BURZUM, in dessen Schnittmenge sie sich auch irgendwo bewegen. Eingängigkeit und melancholische Melodiebögen, die häufig auch vom Keyboard in Form von Soundlayers oder Pianospiel ausgehen, sind bei MISANTHROPIC RITUALS Tagesordnungspunkte Nummer 1.

Andrew "Bones" Bono
Andrew "Bones" Bono

Auch vom Härtegrad her gesehen würde ich die unheilige Allianz eher in den mittleren Bereichen des Genres packen. Und obschon  die Schwarzmannen auch mal aggressiv auf die Tube drücken können, wie sie es bei der deftigen Nummer "At the Gyre of Holocaust" und dem aggressiven, ja fast schon brachialen Rausschmeißer "The Mountain My Cairn" zur Schau stellen, legen sie mehr Wert auf die groovy'n'catchy Fraktion mit melodischen bis disharmonischen Leads.

 

Einer der überragenden Tracks des Albums ist "Beset With Shroud of Pitch". Eine Funeral Black Metal Komposition mit langgezogenen, verzweifeltem Gesang verschiedenen Synthsounds und Choral anmutenden Soundlayers, bei dem sich die Bassaxt omnipräsent durchdrückt. Ymir's Gesangsstil reicht von melancholisch verzweifelnd bis hin zu aggressiv angepisst. Musikalisch, wie gesanglich ist das Konzept schon wirklich tight umgesetzt. Sicherlich kann man alles besser machen, aber ich denke, die beiden Musiker haben mit "A Path Through Absent Places" schon echt gute Arbeit geleistet, auch wenn man gerne noch zwei, drei Tracks auf das Album obendrauf hätte packen können. Die wuchtige Produktion wurde ansprechend arrangiert und inszeniert. Hier von 08/15 Black Metal zu sprechen wäre also absolut vermessen. Wer sich selbst ein "Bild" von "A Path Through Absent Places" machen möchte, kann sich den kompletten Albumstream auf der MISANTHROPIC RITUALS-Bandcamp Seite unter https://misanthropicrituals.bandcamp.com/album/a-path-through-absent-places reinziehen.

 

Ymir
Ymir

https://www.facebook.com/misanthropicR

 

LACK OF LIES - Wertung: 84/100

 

MISANTHROPIC RITUALS in der "A Path Through Absent Places" Besetzung:

Ymir - Vocals

Andrew Bono - All Instruments

 

Tracklist:

01. The Violation Paradise (04:55)     

02. Dweller in Nocturnes (05:27)

03. Beset With Shroud of Pitch (06:42)       

04. At the Gyre of Holocaust (03:18) 

05. An Absent Place (05:55)

06. The Mountain My Cairn (04:57)   

 

TT: 31:14 Minuten

 

Anspieltipps: Beset With Shroud of Pitch; At the Gyre of Holocaust

Beset with Shroud of Pitch: