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Streetdate: 27.03.2020 / Season Of Mist
Streetdate: 27.03.2020 / Season Of Mist

OMEGA INFINITY - Solar Spectre

(Season Of Mist)

 

Dem ein oder anderen versierten Astronomen unter euch ist sicherlich sofort aufgefallen, dass die Deutsch/Australische Black Metal Combo OMEGA INFINITY auf ihrem Erstschlag in der Hauptsache die Sonne nebst der acht Planeten unseres Sonnensystems behandelt. Sie selbst bezeichnen ihren, in tiefschwarze Atmosphäre getauchten Stil, als Extreme Void Metal. Im Jahre 2018 von Projektleiter Tentakel P. ins Leben gerufen, nachdem seine Hauptband TODTGELICHTER ein Jahr zuvor für unbestimmte Zeit auf Eis gelegt wurde, holte sich selbiger alsbald Sänger Xenoyr von NE OBLIVISCARIS mit an Bord seines Spaceships OMEGA INFINITY. Beiden ging es darum, die Limitationen, die ihnen durch ihre Hauptbands auferlegt wurden zu umgehen und ihren eigenen, extremen und düsteren Vorstellungen von Musik freien Lauf zu lassen.

OMEGA INFINITY / Photo: Michael Braun
OMEGA INFINITY / Photo: Michael Braun

Nach dem seichten Intro "Uranus" ebnet das ungestüme Vorpreschen von "Mars" den Weg zu einer unterschwellig bedrückenden Aura. Das Soundspektrum der beiden wandelt zwischen manischer Raserei, bedrohlichem, sphärischem Permariffing, nicht vordergründigen, neurotischen Loops, Atmosphäre schaffenden Basslinien und langgezogenen, zumeist recht hellen, gebieterischen, aber auch mal etwas dunkler eingesetzten, machtbesessenen Black Metal Vocals. Tentakel P. und Xenoyr kommen aber auch mit den ab und an eingeschobenen, ruhigen Zwischentönen, mit ihren teils hintergründigen Ambient-Shouts und -Chants, welche sich oftmals nur als behagliche Ruhe vor dem Sturm herausstellen, ganz gut zurecht. Der, teilweise von Marta (TODTGELICHTER, VYRE) besungene sechste Song "Neptune" erzielt nicht zuletzt dadurch seine ihm vorbestimmte Wirkung und einen unheimlichen Sog. Dennoch muss ich gestehen, dass die Songs nicht leicht zu knacken sind und es etliche Durchläufe brauchte, bis ich mich einigermaßen mit dem Material anfreunden konnte.

OMEGA INFINITY
OMEGA INFINITY

Krachende Supernova-Blasts verkörpern die zerstörerische Kraft des Universums. Sphärische Gitarren umhüllen die Schwärze und die Leere des Kosmos und versetzen Materie, wie Antimaterie in Schwingungen. Harscher Gesang reißt die Stille ein. Das unkonventionelle Duo entführt sein Auditorium in 48:00 Minuten Rotationszeit auf eine Reise rund um unser Sonnensystem und weit darüber hinaus in den offenen, immateriellen Raum. In meinen Ohren machen die Jungs da allerdings mehr draus, als da eigentlich ist, denn teilweise sind die Songs für meine Ohren regelrecht nichtssagend und leer. Gut, ein Stück weit scheint dies auch genau der Punkt zu sein, auf den OMEGA INFINITY hinaus wollten, doch kommen mir beispielsweise "Venus", "Sol" und "Saturn" etwas zu eintönig und uninspiriert daher. So ist "Jupiter", dem Christian Kolf von VALBORG, OWL und GRUENEWALD seine Stimme lieh, meines Erachtens der beste Song des Albums. Der KILLING JOKE Coversong und Digipak Bonus "Hosannas From The Basements Of Hell" fällt hierbei zwar ein wenig aus dem Rahmen, macht aber dennoch Spaß und ist eine durchaus interessante Interpretation des Quell der britischen Post-Punker. Produziert und abgemischt wurden die zehn deftigen Tracks, die "Solar Spectre" für seine Hörerschaft bereithält, von Tentakel P. höchst selbst in seinen Deep Void Studios. Das Mastern übernahm der, dafür geradezu prädestinierte Markus Stock, im Klangschmiede E Studio. Das Cover zu "Solar Spectre" entwarf Xenoyr. OMEGA INFINITY: zwei Wörter, die die unvorstellbare Schwärze jenseits des bekannten Universums verkörpern, den endlosen Kreislauf von Geburt und Tod, von Schöpfung und Zerstörung.

 

https://www.facebook.com/thedeepdarkvoid/

 

LACK OF LIES - Wertung: 78/100

 

OMEGA INFINITY in der "Solar Spectre" Besetzung:

Xen - Vocals

Tentakel P. - Everything

 

Tracklist:

01. Uranus (01:56)

02. Mars (07:05)

03. Venus (03:46)

04. Jupiter (07:26)

05. Sol (05:24)

06. Neptune (06:46)

07. Saturn (04:19)

08. Terra (03:50)

09. Mercury (02:59)

10. Hosannas From The Basements Of Hell (KILLING JOKE cover) (04:29)

 

Total: 48:00

 

Anspieltipps: Jupiter; Mars; Neptune

 

Mars:

 

Jupiter:

 

Saturn: