Streetdate: 31.08.2018 / Testimony Records
Streetdate: 31.08.2018 / Testimony Records

PANZER SQUAD - Ruins

(Testimony Records)

 

Das Krachkommando PANZER SQUAD aus Osnabrück spielt Thrash "in the mood of the 80ies". Filthy Thrash oder Ugly Thrash, wie die Youngsters ihren rabiaten und derben Style selbst gerne bezeichnen. Die Niedersachsen, die sich im Jahre 2012 zu einer Old School Thrash Armada zusammenschlossen, stehen auf SODOM, TOXIC HOLOCAUST, DISCLAIM, NEKROFILTH und DARKTHRONE. Mit ihrem zweiten Powerpack "Ruins" (wenn man das "Coming to Your Town"-Album als Vollwertkost mitrechnet), gehen sie ihren Weg konstant weiter und werfen der potentiellen Hörerschaft eine Mischung aus traditionellem Thrash, D-Beat Punk und Death Einsprengseln zum Fraße vor. Das Osnabrücker Dreigestirn singt dabei über Wahnsinn, Gewalt, Drogen und Gevatter Tod.

 

Der traditionell gehaltene, aber keinesfalls angestaubt wirkende PANZER SQUAD Thrash, mit gesanglich eindeutig zum Death Metal tendierender Note, ist überwiegend im Uptempo zu Hause und präsentiert sich vor einer harten, dreckigen und authentischen Soundkulisse, die mich vom Klangbild her ein wenig an die Originalaufnahme vom "Scream Bloody Gore" Album von DEATH aus dem Jahre 1987 oder alte POSSESSED Aufnahmen erinnert. Laut und ungestüm, kompromisslos und brachial, greift der niedersächsische Dreispänner Thrashrhythmen, Leads und Riffs aus der damaligen Zeit auf, ohne dabei wie eine billiger Abklatsch zu wirken. Natürlich kann man in diesem Segment das Rad kaum neu erfinden, dafür machen die Thrash Barden PANZER SQUAD ihre Sache aber wirklich ordentlich. Immer mal wieder streut ihre Dreifaltigkeit Samples aus Film, Doku und News in das fetzig, punkige Thrash Geballer ein, bei dem Sänger und Gitarrist Tobias "Tobi" Petri seine assig heiseren und rauen Vokills rausbellt und –kreischt, als wenn es kein Morgen mehr gäbe. Auch Sven "Svenni" Owars’ bockstark gezockten Bass hört man erstaunlich gut raus.

PANZER SQUAD
PANZER SQUAD

Auf ihre authentische Weise bescheren uns PANZER SQUAD in 39:47 Minuten insgesamt 13 abwechslungsreiche Genickmassaker und alles andere als hirnloses Rumgebolze. Mit durchsetzungsstarken Leads, pfeilschnellem Riffing und dem facettenreichen nach vorne peitschenden Acting von Henni am Drumkit, feuert einem die Osnabrücker Klangchimäre eine grobkörnige Portionen Thrash Metal nach der anderen in den Allerwertesten. Das groovige "Sewer Rat", das Hochgeschwindigkeitsgeschoss "Societal Funeral", welches zum Schluss hin zum Groove Monster mutiert, sowie das basslastige, leicht ins Neurotische abdriftende "Singular Purpose", haben es mir dabei besonders angetan. So 100%ig konnte mich "Ruins", das nach hinten raus leider etwas ins Schwächeln gerät dennoch nicht überzeugen, wobei ich durchaus zugeben muss, dass PANZER SQUAD den Zeitgeist des 80ies Thrash nahezu perfekt eingefangen haben. Sicherlich hätte sich auch der ein oder andere Titel auf deutsch (wenn wohl auch kaum zu verstehen), im PANZER SQUAD Repertoire verdammt gut gemacht. Ist vielleicht mal eine Überlegung wert!?! Ansonsten stimmt die Richtung...

PANZER SQUAD
PANZER SQUAD

https://www.facebook.com/panzersquadthrash/

 

Meine Wertung: 79/100

 

PANZER SQUAD in der "Ruinsin" Besetzung:

Tobias "Tobi" Petri - Vocals, Guitar

Sven "Svenni" Owar - Bass

Henni - Drums

 

Tracklist:

01. Extinction (03:11)

02. Death Toll (02:40) 

03. Escapist (04:37)

04. Sewer Rat (03:27) 

05. Societal Funeral (03:34) 

06. Singular Purpose (02:11) 

07. Shut In (02:54) 

08. Victims Of War (00:59) 

09. Delusionist (04:15) 

10. Approaching The End (04:30) 

11. Zombie Shot (03:07) 

12. After The Bombs (03:23)

13. Warsystem (Shitlickers Cover) (00:54)

 

TT: 39:47 Minuten

 

Anspieltipps: Singular Purpose; Societal Funeral; Extinction; Sewer Rat

 

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Escapist:

 

Ruins (Full Album):