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Phillip P. Peterson - Vakuum

Phillip P. Peterson - Vakuum

FISCHER Tor

- spannender SF-, Wissenschafts- und Katastrophen-Thriller mit starker Story -


Phillip P. Peterson - Vakuum
Erscheinungsdatum: 23.09.2020 / FISCHER Tor

Die Physikerin Susan Boyle arbeitet in einem Observatorium am Südpol, als mehrere starke, nicht weiter zu spezifizierende Neutrino-Signale aus Richtung der Hyaden (eines offenen Sternhaufens im Sternbild Stier) empfangen werden. Diese deuten auf eine Supernova in relativer Nähe zur Erde hin. Susan nimmt kurzerhand Kontakt mit dem Bereitschaftsobservatorium GTC auf La Palma, sowie dem Radioteleskop in Effelsberg, Deutschland auf. Sie bittet die dortigen Astronomen darum, ihre Teleskope entsprechend auszurichten und zu schauen, ob sie etwas entdecken können. Doch deren Rückmeldungen fallen ernüchternd negativ aus. Und so rätseln die Wissenschaftler in der Antarktis was hinter den seltsamen Vorgängen innerhalb der Hyaden stecken könnte. Als dann die ersten Sterne vom Himmelszelt verschwinden, überschlagen sich die Ereignisse.

 

Zur selben Zeit befinden sich die beiden Astronauten Colin Curtis und Freddy "Frost" Ferguson in einer Orbitalstation ähnlich der ISS, um sich auf ihre, am darauffolgenden Tag anstehende Mondlandung vorzubereiten. Während eines Gesprächs mit der Bord-Observatorin Judy Hoffmann erfahren die beiden, dass Hoffmann bei ihren Teleskop-Beobachtungen offensichtlich einen Kometen entdeckt hat. Als die Mondlandung am nächsten Tag, während des laufenden Prozesses, ohne weitere Erklärungen seitens der Verantwortlichen abgebrochen wird, steht bereits fest, dass das, was Judy Hoffmann da entdeckt hat, definitiv kein Komet ist.

 

Ein dritter Handlungsstrang befasst sich mit einer kleinen, postapokalyptischen Zivilisation an Menschen, die in ferner Zukunft in den Wäldern der neuen Welt Zuflucht gefunden haben. Als Pala ihren an Leukämie erkrankten Vater Mikel auf gefährlicher Mission in die pestbefallene und ausgestorbene Stadt bringen will, um dort nach einer Heilungsmöglichkeit Ausschau zu halten, erfährt sie von ihrem Begleiter Toma so einiges über das Leben und Wirken ihrer Vorväter. Doch was wirklich hinter dem großen Ganzen steckt, erfahren sie erst im Laufe ihrer Mission.

Phillip P. Peterson - Vakuum
Urheber: P. Peterson

Der lebendige, realistische und dynamische Wissenschafts- und Katastrophen-Thriller "Vakuum", des unter dem Pseudonym Phillip P. Peterson schreibenden Science-Fiction-Autors Peter Bourauel spielt hauptsächlich in den 30er Jahren im Amerika des 21. Jahrhunderts. Sein neuester, 496 Seiten umfassender Roman ist zwar im Großen und Ganzen allgemeinverständlich, aber auch recht faktenbasiert verfasst. Gewisse Grundkenntnisse in Astronomie, Astrophysik und Chemie sind also sicherlich von Vorteil. Für den Rest gibt es ja Professor Google. Der 1977 im Nordrhein-Westfälischen Waldbröl geborene, ehemalige Ingenieur für Trägerraketenkonzepte und Manager im Bereich von Satellitenprogrammen, publizierte bereits für einen Raumfahrtfachverlag, veröffentlichte mehrere wissenschaftliche Abhandlungen, sowie die beiden Bestseller SF-Romane "Transport" und "Paradox". Der Mann ist also vom Fach, weiß wovon er spricht, überfordert den Leser aber nicht dauerhaft mit seinen wissenschaftlichen Ausführungen.

 

Der von Judy Hoffmann entdeckte Himmelskörper bewegt sich mit annähernd Lichtgeschwindigkeit auf die Erde zu, was den verantwortlichen Teil der NASA Headquarters in Washington, D.C. in arge Nervosität versetzt. Als dann auch noch ein Funksignal in Form physikalischer Formeln empfangen wird, steht dem administrativen Teil der NASA, sowie deren Beratern sprichwörtlich der Schweiß auf der Stirn. Denn was da auf die Menschheit zukommt, kann nur deren endgültige Auslöschung bedeuten. Ein denkwürdiges und schier aussichtslosen Brainstorming in den höchsten Regierungskreisen beginnt, denn wie soll man verhindern was nicht mehr zu verhindern...und aufhalten, was nicht mehr aufzuhalten ist?

Phillip P. Peterson - Vakuum
Urheber: F. Funke

"Vakuum" ist eine interessante, faktenbasierte, aber auch lebensnahe und sogar ein wenig emotionale Erzählung voller spannender Momente, die gerne mal mit Fachbegriffen hantiert und einen melancholisch-endzeitlichen Unterton in sich trägt. Der Nordrhein-Westfälische Schriftsteller Phillip P. Peterson hat seine tollen Ideen äußerst unterhaltsam, wie auch realitätsnah umgesetzt und flechtet geschickt konzipierte Cliffhanger am Ende der Kapitel ein. Der enorm ausgereizte, stahlharte Spannungsbogen droht dabei ohnehin zu keinem Zeitpunkt abzureißen. Dafür sorgen alleine schon die verschiedenen Handlungsstränge, die sich immer mal wieder überschneiden oder zeitlich signifikant versetzt ineinandergreifen. Die Charakterzeichnungen, des heute mit Frau und Sohn in Eitorf lebenden Phillip P. Peterson, wie auch die Beschreibungen des jeweiligen Lokalkolorit sind für einen Wissenschaftsthriller vergleichsweise üppig ausgefallen. Lediglich die Coververgestaltung ist für meinen Geschmack deutlich zu nüchtern ausgefallen, denn sie spiegelt in keinster Weise wider, welch extreme Züge das Leben auf der Erde im weiteren Verlauf des starken SF-Romans "Vakuum" annimmt.

 

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Brutalität: 55/100

Spannung: 88/100

Action: 70/100

Unterhaltung: 90/100

Anspruch: 69/100

Humor: 8/100

Sex/Obszönität: 11/100

 

LACK OF LIES - Wertung: 86/100

 

Phillip P. Peterson - Vakuum

SF/Wissenschafts- und Katastrophen-Thriller

Verlag: FISCHER Tor

ISBN: 978-3-596-70074-5

496 Seiten

Paperback 16,99 €

Erscheinungsdatum: 23.09.2020