RIVERS OF NIHIL – Monarchy (EUR Tour ed. incl. bonus tracks)

(Metal Blade)

 

Die zweite full-length Studiobratpfanne „Monarchy“, der Modern Technical Death Metal Combo RIVERS OF NIHIL, die sich 2009 in Reading, Pennsylvania gegen den Rest der Menschheit verschwor, ist eigentlich bereits im Jahre 2015 erschienen. Nun hat man einen „EUR Tour ed. incl. bonus tracks“ Re-Release mit insgesamt vier Bonustracks nachgeschoben, um das Album nochmals für die momentane Europatour anzupreisen. Die Frage, ob man sich das Teil allerdings zulegen muss, stellt sich denjenigen, die bereits im Besitz der normalen Version sind wohl eher nicht, denn bei den vier Bonustracks handelt es sich lediglich um drei instrumentale Vorproduktionen des regulären zweiten, vierten und siebten Tracks der Scheibe, was die gesamte Anzahl der Instrumentals inkl. dem Intro „Heirless” und dem achten Stück „Terrestria II Thrive” somit auf 5 Tracks hochschraubt. Lediglich der vierte, exzessive und ultrabrutale Bonus „Sinchronos“ ist eine alternative Version der „Temporality Unbound“ EP aus dem Jahre 2011. Mit seinen insgesamt vierzehn Tracks wird der künstlich aufgepumpte European Tour Trailer somit 68:38 Minuten lang.

 

Wer „Monarchy“ allerdings noch nicht sein Eigen nennen darf, dem sei gesagt, dass es sich hierbei um die ultimative Verwüstung, den brutalen Totschlag und das bestialischste Komplott gegen jegliche Art von Lethargie handelt. Many, many Crossrhythm Blasts, brutal schnell gespielt, deftig und direkt in ya fucking face! Hier wird sowas von wild und brachial drauf losgehämmert, unersättliche, nervenaufreibende Gitarrenleads angeschlagen, äußerst derbes Stakatto Riffing nachgeschoben und derart bestialisch krank gekrischen, dass es ein wahre Freude ist. Die intensiven, zermürbenden und alles in Grund und Boden stampfende Arrangements erzeugen eine verstörende Atmosphäre voller kompromissloser Härte und harscher Gewalt. RIVERS OF NIHIL bieten auch hin und wieder ein paar vermeintliche Ruhepunkte an, bei denen man ruck zuck unfreiwillig unter das Mahlwerk der Pennsylvanier gerät und dabei als rötlich weißer Knochenstaub in den Äther geblasen wird. Der total abgedrehte Geschwindigkeitswahn eines psychopathischen Bastards auf Speed, aber auch ein richtig schön brutales Album auf durchgehend hohem Niveau.

 

Das 68:38 minütigen „Monarchy” ist ein Konzeptalbum, das Jahrmillionen nach dem Vorgängeralbum „The Conscious Seed of Light“ angesiedelt ist. Adam Biggs, seines Zeichens Bassist und Haupttexter der Band, erklärt dazu: "Die Erde ist zu einem Wüstenplaneten geworden, wo nach Jahrtausenden ohne Leben etwas Neues heranreift und beginnt, die Welt als Schäfervolk zu bevölkern. Nach einiger Zeit bildet sich allerdings ein  Klassensystem heraus, das auf Sonnenanbetung im Rahmen einer Diktatur fußt, und die Gesellschaft gerät außer Kontrolle. Nur eine uralte irdische Macht kann diesen Wesen dabei helfen, sich und den Planeten zu retten." Wenn RIVERS OF NIHIL jedoch mit „Monarchy“ durch sind, dann gibt es hier auf der Erde gar nichts mehr zu retten!

 

www.facebook.com/riversofnihil

 

Meine Wertung: 84/100

 

RIVERS OF NIHIL in der aktuellen Besetzung:

Jake Dieffenbach - Vocals

Brody Uttley - Lead Guitar

Jon Topore - Guitar

Adam Biggs - Bass/Vocals

Dylan Potts - Drums