SUICIDE SQUAD 3D

(Warner Bros)

 

Aus einer Reihe von schwerkriminellen Häftlingen möchte Pentagon Mitarbeiterin Amanda Waller (Viola Davis) das Kommando Task Force X formen, dass die Drecksarbeit für die US Amerikanische Regierung erledigen soll, die ansonsten keiner machen will. Im Gegenzug dazu wird den sympathischen Soziopathen Straferlass angeboten und so ganz nebenbei ein kleiner, explosiver Chip eingesetzt, der dem Auftrag und seiner prompten Erledigung den nötigen Nachdruck verleihen soll. Dass die Sträflinge, die allesamt im Belle Reve Gefängnis einsitzen mehr oder weniger besondere „Fähigkeiten“ haben, braucht bei einer DC Extended Universe/Marvell Produktion wohl nicht extra erwähnt zu werden. Die 2 Stunden, drei Minuten unterhaltende Comicverfilmung SUICIDE SQUAD des DC Comics Verlages, ist bunt, schrill, gewalttätig und skurril. Das Selbstmord Kommando besteht aus den gefährlichsten Menschen der Welt: einem bunt zusammengewürfelten, liebenswerten Haufen durchgeknallter, verhaltensauffälliger Wahnsinniger, als da wären die hübsche, aber geistig völlig durchgebrannte Dr. Harlene Quinzel aka Harley Quinn (Margot Robbie), die das Leben als einzigen Witz versteht, der Profikiller und Teilzeitsympathieträger Floyd Lawton aka Deadshot (Will Smith), Meisterdieb George Harkness aka Captain Boomerang (Jai Courtney), der fies, auf MS13 (Mara Salvatrucha) „tätowierte“ Feuerteufel Chato Santana aka El Diablo (Jay Hernandez), der kannibalische Hybrid aus Mensch, Reptil und Amphibie Waylon Jones aka Killer Croc, die Samurai Kämpferin Tatsu Yamashiro aka Katana (Karen Fukuhara) und der Söldner Christopher Weiss aka Slipknot (Adam Beach).

Die, über 6000 Jahre alte, aber immer noch taufrisch und sexy wirkende Hexe Enchantress (Cara Delevingne), hat von der Forscherin June Moone Besitz ergriffen und will ihr Herz zurück, welches sich im Fundus der Regierungsmitarbeiterin Amanda Waller befindet. Aus Rache will Enchantress eine Maschine zur Vernichtung der Menschheit erschaffen. Gemeinsam mit ihrem Bruder Incubus, den sie aus einer archaischen Tonfigur befreit und einer Armee willenloser Ex-Soldaten/Menschen beginnt sie ihr Werk. Unter dem Einsatzkommando von Oberst Rick Flagg (Joel Kinnaman), dem Freund der Forscherin June Moone stehend, macht man der Task Force X weis, es handele sich um einen Anti Terror Einsatz. Amanda Waller, wie auch Enchantress, spielen mit den Gedanken, Hoffnungen und Wünschen der bezaubernden Bösewichte und versuchen sie so zu manipulieren.

Der Film ist sicherlich kein intellektuelles Meisterwerk, aber bietet doch über zwei Stunden gute Unterhaltung, gute Specialeffekts, tolle Bilder, eine gute Kameraführung und die ein oder andere abgefahrene Idee, wobei der Humor (allerdings eher auf die jüngere Klientel abzielend) auch nicht zu kurz kommt. Es kommen so einige, genreübergreifende Bekannte, wie zum Beispiel der Joker (Jared Leto), Liebhaber von Harley Quinn und Batman (Ben Affleck) zum Einsatz. Man sieht schon, es handelt sich hierbei um eine Starbesetzung. SUICIDE SQUAD ist mal was anderes und durchaus unterhaltsam. Man hätte sicherlich auch mehr daraus machen können, aber Hollywood ist eben Hollywood und eine gute Umsetzung kann man den Machern nicht absprechen. Unter der Regie von David Ayer entstand ein Spaß verbreitender, kurzweiliger Actionstreifen, der meiner Meinung nach völlig zu Unrecht schlechte Kritiken einheimste. 3D ist nicht zwingend Pflicht, aber lohnt sich durchaus. Ich persönlich gehe gar nicht mehr erst ins Kino, wenn’s nicht 3D ist. Weitere Teile werden folgen…Teil 2 allerdings erst im August 2019. Da heißt es lange warten und seine entzückenden und reizenden Weirdos vermissen…

 

Meine Wertung: 83/100

 

www.suicidesquad.com