GUMOMANIACS - Out Of Disorder

(Slash Zero Records)

 

GUMOMANIACS!?! Der Bandname klingt entweder nach argem Spaß oder argem Blödsinn?!? "Out Of Disorder", das dritte Album der Regensburger Thrash Barden, ist jedoch keines von beidem, sondern durchaus ernstzunehmender, stark am Sound der 80er Jahre orientierter oldschool Thrash mit großem Herzen und ner ganzen Menge Ambitionen. Obschon die vier Oberpfälzer bereits seit 2007 aktiv sind, habe ich von selbigen bislang noch keinerlei Notiz genommen. Dass mag aber auch daran liegen, dass die GUMOMANIACS erst mit "Out Of Disorder" bei einem größeren Label gelandet sind, um sich postwendend wieder von selbigem zu trennen. Aufgrund von Meinungsverschiedenheiten bezüglich der Produktion des bereits im Jahre 2014 erschienenen "Out Of Disorder" und dem (für die Band) nicht zufriedenstellenden Ergebnis, hat man sich kurzerhand dazu entschieden, dem Silberling einen Halbbruder in Form einer auf 500 Stück limitierten Vinylpressung an die Seite zu stellen. Das Vinyl Mastering, das mir hier allerdings nur als gebrannte CD vorliegt, klingt dabei etwas dumpfer, wummernder, rauer, ist nicht so laut ausgesteuert, leider aber auch weniger druckvoll, dadurch vielleicht ehrlicher und weniger steril als die CD Version, was durchaus so gewollt sein dürfte und die Authentizität ein wenig näher an die 80er Thrashaufnahmen heranrückt. Um wirklich für 80er durchzugehen, ist die Aufnahme allerdings noch immer "zu glatt" und klar, aber man merkt schon ziemlich deutlich, worum es den süddeutschen Oldschool Thrashern ging. Ich kann mir auch durchaus vorstellen, dass das Konzept auf Schallplatte aufgeht, auf gebrannter CD macht es jedoch nicht wirklich Sinn. Das Ergebnis klingt jedenfalls schwer nach einer Mischung aus SODOM, TANKARD und KREATOR, bringt wirklich Spaß und macht sich auf jeder Metalparty sicherlich verdammt gut. Um es mit GUMOMANIACS eigenen Worten auf den Punkt zu bringen: Ihre Musik ist "Thrash Metal…Made To Last!" Mir gefällt allerdings die sterile, druckvollere Produktion der CD Version einen Tick besser, aber dahingehend habe ich bereits des Öfteren Diskussionen geführt und letzten Endes ist es für jeden Einzelnen immer eine Frage des persönlichen Geschmacks. Musiker werden sich wohl generell eher für den raueren, direkteren, weniger für den keimfreien Sound entscheiden, wie auch im Falle der GUMOMANIACS geschehen. Den potentiellen Hörer erwarten sauber eingebettete Hooklines, ein homogenes Drumming, so einige melodiöse Gitarrenläufe zwischen versiertem Thrashgeschranze, die das ganze zwischendrin ein wenig auflockern. Die einzigen beiden Wehrmutstropfen die bleiben sind auf der einen Seite der leider etwas eintönige Gesang von Frontmann Daniel Reis, der sein Handwerk zwar durchaus versteht, dennoch etwas mehr Abwechslung in seinen stark an TANKARD's Gerre erinnernden Gesang hätte packen können und auf der anderen Seite hätte man durchaus des Öfteren mal variablere Geschwindigkeitswechsel einbauen können. Wer auf die zuvor genannten Bands steht, sollte unbedingt mal in den Opener "Exhausted Heart", das, von der Rhythmus Sektion her ein wenig an SLAYER's "Dead Skin Mask" erinnernde "Weight Of Words" und den über 10-minütigen Rausschmeißer "Final Curtains" reinhören. Für eine Dauerrotation ist mir hier jedoch einfach nicht genug Abwechslungsreichtum eingeflossen. Erscheinen wird das 43:51 Minuten lang rotierende "Out Of Disorder" als 12" Vinyl und ist lediglich über die Bandhomepage (www.gumomaniacs.de/store) zu ordern. Die ersten 50 Bestellungen werden als zusätzliches Goodie ein GUMOMANIACS Patch beinhalten.

 

www.gumomaniacs.de

 



 

 

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