KUOLEMAN GALLERIA - Armon Loppu

Inverse Records

- drittes Vollwerk der finnischen Schwarzmetaller -


KUOLEMAN GALLERIA - Armon Loppu
VÖ: 18.02.2022 / Inverse Records

Der Region Pirkanmaa in Finnland entstammen die düster-atmosphärischen Black Metaller, die im Jahre des Herrn 2012 (damals noch als One-Man-Army) erstmals urkundliche Erwähnung fanden. KUOLEMAN GALLERIA - Die Galerie des Todes geht mit "Armon Loppu" in ihre nunmehr dritte Runde, in der sich die schwarzgewandeten Mannen in finsterer, aggressiver und dynamischer Form präsentieren. Zugängliche Refrains und vor Sarkasmus strotzende Texte, die von Angst, Leid und Tod in all seinen Entitäten künden, sind für die Finnen eine Selbstverständlichkeit. Aber auch eine von Frostkälte getragene Aura voller finnischer Härte, Extravaganz und Eigenwilligkeit steckt ihnen in den bleichen Knochen. KUOLEMAN GALLERIA ist die dunkle Seite des Lebens, der Endpunkt jeglicher Hoffnung, das Ende des Glaubens und der endgültige Niedergang allen Seins.

 

Der unheilige Zusammenschluss der schwarzen Mächte aus Tampere zockt sich in seinem Wahn aggressiv und rapide durch raue, zerklüftete Soundlandschaften. Beschwörende, mehr oder minder cleane, chorale Gesänge untermalen schon mal das rohe, helle Zetern von Meister Jankkari. Sein Geflüster oder auch sein langgezogenes und kratziges Gekeife erinnern in der Tat an den halb verwesten Schnitter. 

KUOLEMAN GALLERIA - Armon Loppu
Foto: Susanna Raitamaa

Das Quintett beherrscht aber definitiv auch die ruhigeren Töne, die vor allen Dingen in den Einleitungen der Songs, aber gelegentlich auch in epischen Zwischenpassagen zum Tragen kommen. So klingt der Übersong "Pystyyn Kuollut", mit seinem bereits angesprochenen Hintergrundgesang wie eine Beschwörungsformel und ein Ritual aus tiefschwarzer Magie, zur Anrufung des Gehörnten.

 

Das 43:36 Minuten rotierende, modern, harsch, fetzig und regelrecht bouncy ausgelegte "Armon Loppu", was so viel bedeutet, wie "Das Ende der Barmherzigkeit" hat so seine Höhen, aber eben auch seine Tiefen und ist phasenweise ein wenig gleichartig geraten. Die zehn neuen folk-nuancierten Kompositionen, an denen von Sommer 2020 bis tief hinein in die düsteren Monate des langen Winters getüftelt wurde, hätten ebenfalls eine abgerundetere, homogenere und audiophilere Produktion verdient. Aber das sind verkraftbare Mankos und die einzigen beiden negativen Punkte der, ansonsten ausgezeichneten dritten Schwarzwurzel der Verdammten.

 

(Janko)

 

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LACK OF LIES - Wertung: 85/100

 

KUOLEMAN GALLERIA in der "Armon Loppu" Besetzung:

Jankkari - Vocals, Bass

Matinlompolo - Guitars

Väinölä - Guitars

Mattila - Bass (Session)

Anttonen - Drums

 

Tracklist:

01. Intro (00:58)

02. Toivomuskaivo (03:04)

03. Tuomiopäivänsäde (03:36)

04. Hautausmaan Kuudes Kerros (04:51)

05. Jean Grenier (04:53)

06. Pystyyn Kuollut (05:07)      

07. Kynnet (03:59)

08. Sudennahka (05:00) 

09. Varjoista (05:24)

10. Armon Loppu (06:42)

 

TT: 43:36 Minuten

 

 

Anspieltipps: Pystyyn Kuollut; Jean Grenier; Kynnet


Toivomuskaivo:

 Pystyyn Kuollut:

 Jean Grenier:

Armon Loppu:




 

 

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