LIFESICK - Misanthropy

Isolation Rec.

- drittes Brachialwerk der Extrem Hardcoreler aus Dänemark -


LIFESICK - Misanthropy
VÖ: 11.02.2022 / Isolation Rec.

Die dritte Abrissbirne "Misanthropy", der dänischen Krawallmacher LIFESICK, ist ein wahrlich hässliches Biest mit ordentlich Drive und Punch geworden. Der abgrundtief böse, bissige und gewaltbereite Stomp-In-Ya-F**ing-Face-Hardcore, der 2015 in Fredericia gegründeten fünfköpfigen Combo, ballert mit seinem polyrhythmischen Uptempo-Hardcoregeblaste nach einer kurzen Einleitung mächtig drauf los. Simon Shoshans kaltschnäuzige und hasserfüllte Aggro-Shout-Perfomance reicht dabei von galligem Gezeter über impulsives, wütendes Shouting bis hin zu einem räudigen, regelrecht gutturalem Roaring. Derbe in den Keller getunte und zu endfetten Death Metal-Reibeisen verzerrte Saitenäxte runden das 32:28 Minuten lang massiv quietschende, krachende und brummende Gesamtbild des depressiv und destruktiv ausgerichteten Hardcoregeballers in ausgewogenem Maße ab.

 

Die Propheten des Untergangs kreieren auf diese Weise eine martialische, authentische und explosive Mischung, die mit ihren, alles in Grund und Boden stampfenden, groovigen Rhythmen, auch noch die morscheste Pappel zum Zittern bringt. Der Level an Brutalität und die enorme musikalische Dichte, des kompromisslosen, druckvollen und zielstrebigen Hassbatzens "Misanthropy" ist kaum noch zu überbieten. An allen Ecken und Enden werden fiese Squealy Pinch Harmonics (Gitarrengefiepe) angeschlagen, die Nicolai Lindegaards und Nikolai Lunds disharmonischen Gitarrenbrettern so einige abverlangen. 

LIFESICK - Misanthropy
© LIFESICK

LIFESICK schalten munter die Gänge hoch und runter, was in den ab und an eingeschobenen Beatdown Phasen schon mal zu massereichen Breakdowns zu führt. So wird dann mitten im Song "Necessary Evil" schon mal vom bouncy "Volle-Breitseite-Hardcore" zu einer clean gesungenen und mit Akustikgitarre untermalten balladesken Passage und wieder zum Ausgangsthema zurück gewechselt.

 

Dänemarks extremste Hardcore Band hat auf "Misanthropy", welches ein wahrlich kräftiger Kick in den Allerwertesten darstellt, zehn durchaus fetzig-thrashige, aber weniger Punklastige Nummern in die Tonspuren gedengelt. Sie handeln vom Untergang der Welt, vom Krieg der Überlegenen gegen die Schwächeren, Täuschungen und Leichtgläubigkeit, Ungerechtigkeit, pharmazeutischen Drogen und Gleichgültigkeit. Produziert wurde das garstige Hardcore Brett der lebensmüden Misanthropen, das auch so einige Samples und Sound-Effekte beinhaltet, einmal mehr von Jacob Bredahl im Dead Rat Studio im dänischen Aarhus. Für Mix und Master der Platte frequentierte man ebenfalls wieder Brad Boatright und das Audiosiege Mastering Studio in Portland, Oregon. "Misanthropy" ist energiegeladen, sauber produziert, aber durch die Verzerrer auch "dirty as a 10-£-bitch"!!!

 

(Janko)

 

https://www.lifesick.dk

https://www.facebook.com/lifesick

https://www.instagram.com/lifesickhc/

https://lifesickhc.bandcamp.com/album/love-and-other-lies

 

LACK OF LIES - Wertung: 86/100

 

LIFESICK in der "Misanthropy" Besetzung:

Simon Shoshan - Vocal

Nicolai Lindegaard - Guitar

Nikolai Lund - Guitar

Jeppe Riis Frausing - Bass

Jeppe Løwe - Drums

 

Tracklist:

01. Wolf Amongst Rats (03:01)

02. Misanthropy (02:15)

03. Dies Irae (02:59)

04. Enslavement Method (03:02)

05. Necessary Evil (04:09)

06. Death Stays Close (03:22)

07. Good For Nothing (02:26)

08. Ill Will (03:45)

09. Idolising Crooks (03:06)

10. Hellmouth (04:13)

 

TT: 32:28 Minuten

 

Anspieltipps: Death Stays Close; Idolising Crooks; Enslavement Method; Necessary Evil


Dies Irae:

Idolising Crooks:

Wolf Amongst Rats:

Enslavement Method: 






 

 

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