ROSLUND & HELLSTRÖM - Blasse Engel

 

Ein wenig enttäuscht war ich schon nach der Lektüre des zweiten Werks, des schwedischen Schriftstellerduos Roslund & Hellström. Prostitution, Freiheitsberaubung, Folter, zermürbende Polizeiarbeit, Rache und Perspektivlosigkeit, sind die Eckpunkte, auf die diese Story aufbaut. Langatmig, trist und ohne wirklich fesselnde Spannung aufkommen zu lassen, trottet dieser Roman durch eine deprimierende Herzenskälte. Die Art und Weise, wie die einzelnen Charaktere, in ihrer jeweils hoffnungslos erscheinenden Situation beschrieben wurden, kann durchaus als realistisch und gelungen bezeichnet werden. Dies kann aber nicht über den schwächelnden Inhalt des Buches hinwegtäuschen. Durchaus harter Tobak was man hier beschrieben hat, aber eben auch schwer verdauliche Kost. Dies liegt nicht zuletzt an dem sonderbaren Sprachgewandt, dem man sich bereits beim Vorgänger „Die Bestie“ bemächtigte, welches mir im Übrigen wesentlich besser gefallen hat. Na ja, über Geschmack lässt sich ja bekanntermaßen Streiten.


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