Wolfgang Franßen - Einer sollte ihm mal sagen, dass er tot ist

ars vivendi Verlag

- schwarzhumoriger Thriller über zwei in die Jahre gekommene Auftragskiller -

(German & English version)


Wolfgang Franßen - Einer sollte ihm mal sagen, dass er tot ist
ET: 15.07.2026 / ars vivendi Verlag

German version (for the English version scroll down further):

 

Biarritz, Südfrankreich, an der baskischen Küste. Der in die Jahre gekommene und demente Auftragskiller Trésor sitzt mit seinem 66-jährigen Geschäftspartner Pépé in der Bar Le Maïtena. Trésor kann sich nicht daran erinnern, ob sie den aktuellen Auftrag bereits erledigt haben oder nicht. Auch Pépé, der ebenfalls vorgibt sich an nichts erinnern zu können, ist da keine große Hilfe. Als sie aus der Bar ins Parkhaus gehen, um ihr Auto zu holen, ist auch dieses weg. Order besser gesagt das Auto von Gigi, Trésors Freundin. Vielleicht können sich Trésor und Pépé auch bloß nicht mehr so genau daran erinnern, wo sie Gigis Peugeot abgestellt haben!?! Vielleicht lügt Pépé auch einfach wie gedruckt. Ihr Auftraggeber, die Unterweltgröße Jean-Jacques Cassel fühlt sich jedenfalls von den beiden verarscht, will das nicht länger hinnehmen und ergreift Gegenmaßnahmen. Schon bald kleben skrupellose und brutale Killer an Trésors Hintern. Eine Jagd durch Südfrankreich beginnt, wobei man nicht immer genau sagen kann, wer hier überhaupt wen jagt.

 

"Ein ironisch-düsterer Südfrankreich-Krimi in bester Tarantino-Tradition" heißt es da in der Vorstellung des neuen Kriminalromans von Wolfgang Franßen. Der deutsche Schriftsteller, Theaterregisseur, Hörbuchsprecher, Podcaster und Gründer des Hamburger Polar Verlags, hat mit "Einer sollte ihm mal sagen, dass er tot ist" in jedem Fall ein etwas anderes Szenario entworfen, das viele Fragen aufwirft, an die sich sein Protagonist alsbald schon nicht mehr erinnern kann. Der eigenwillige Humor, sowie der Signature-Schreibstil, des in Aachen geborenen Autoren Wolfgang Franßen, begleiten ein heilloses Durcheinander, in dem jeder jeden zu bescheißen scheint. Es wird munter in der Gegenwart und in der Vergangenheit, wie auch zwischen Protagonisten und Antagonisten, hin und her gesprungen. Der große Personalpool, der im Verlauf des schwarzhumorigen Thrillers einem relativ hohen Bodycount zum Opfer fällt, sowie die gedankenverlorene Welt der Akteure ist der Lesart hierbei nicht immer ganz zuträglich. Das verlangt viel Aufmerksamkeit vom Leser. Vielleicht ist das vom Verfasser aber auch genau so gewollt, denn es würde wie die Faust aufs Auge zu Franßens Protagonisten Trésor passen, der beinahe ahnungslos durch die allmählich verblassende Fassade seines verkorksten Lebens stolpert.

Wolfgang Franßen
©Kerstin Petermann

Es dauert allerdings ein bisschen, bis man als Leser in die, zugegebenermaßen etwas wirre, aber urkomische Story einzutauchen vermag. Wie die Hauptfigur selbst weiß man manchmal nicht auf Anhieb wo und in welcher Zeit man sich gerade befindet. Trésors Gedächtnis lässt ihn immer mehr im Stich, was zwangsläufig zu ungewollter Situationskomik führen muss. Irgendwann überschlagen sich jedoch die Ereignisse und Trésor, dem es vielleicht nicht (immer) bewusst oder auch egal ist, droht Gefahr aus allen Richtungen. In der total genial verrückten Story "Einer sollte ihm mal sagen, dass er tot ist" wird ausgenutzt, betrogen, hintergangen, gevögelt, gefürchtet, gefoltert und gemordet. Das relativ hohe Gewaltpensum wird jedoch nicht allzu explizit dargestellt. In diesem Zusammenhang baut Wolfgang Franßen beiläufig eine plastische örtliche Kulisse auf, in der er eine Menge regionaler Einfärbung unterbringt. Das macht die Erzählung nahbar und verleiht ihr bisweilen einen nachdenklichen, wenn nicht gar subtilen philosophischen Anklang. Verschiedene Handlungsstränge und Blickwinkel dekorieren den spektakulären, rasanten und vielschichtigen Plot zusätzlich. Das 234 Seiten umreißende schwarzhumorige Psychogramm "Einer sollte ihm mal sagen, dass er tot ist" birgt vom Stil her durchaus etwas vom französischen Kino, versprüht aber auch ein wenig italienischen, deutschen und amerikanischen Charme.

 

(Janko)

 

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Brutalität/Gewalt: 70/100

Spannung: 68/100

Action: 69/100

Unterhaltung: 83/100

Anspruch: 47/100

Atmosphäre: 76/100

Emotion: 46/100

Humor: 38/100

Sex/Obszönität: 35/100

 

LACK OF LIES - Wertung: 82/100

 

LACK OF LIES - Altersempfehlung: ab 15 Jahren (aufgrund des Kontexts und des hohen Gewaltaufkommens)

 

Wolfgang Franßen - Einer sollte ihm mal sagen, dass er tot ist

ars vivendi Verlag

Kriminalroman

ISBN: 978-3-7472-0832-8

234 Seiten

Klappenbroschur

Erscheinungstermin: 15.07.2026

EUR 18,00 Euro [DE] inkl. MwSt.

 

Weitere Formate:

ISBN eBook: 978-3-7472-0833-5

Erscheinungstermin: 15.07.2026

EUR 12,99 Euro [DE] inkl. MwSt.

 

"Einer sollte ihm mal sagen, dass er tot ist" beim ars vivendi Verlag: https://arsvivendi.com/Buch/Search/9783747208328-Einer-sollte-ihm-mal-sagen-dass-er-tot-ist



English version:

 

- darkly humorous thriller about two aging hitmen -

 

Biarritz, in southern France, on the Basque coast. Trésor, an aging hitman suffering from dementia, is sitting in the bar Le Maïtena with his 66-year-old business partner and best friend, Pépé. Trésor can’t remember whether they’ve already carried out their current assignment or not. Pépé, who also pretends not to remember anything, isn’t much help either. When they leave the bar and head to the parking garage to get their car, it’s gone too. Or rather, Gigi’s car—Trésor’s girlfriend. Maybe Trésor and Pépé just can’t quite remember where they parked Gigi’s Peugeot!?! Or maybe Pépé is just lying through his teeth. In any case, their client, the underworld figure Jean-Jacques Cassel, feels like the two of them are pulling his leg; he’s not willing to put up with it any longer and takes countermeasures. Before long, ruthless and brutal killers are hot on Trésor’s heels. A chase through the south of France begins, though it’s not always clear exactly who’s chasing whom.

 

“An ironically dark crime thriller set in the South of France in the finest Tarantino tradition,” reads the description of Wolfgang Franßen’s new crime novel. The German writer, theater director, audiobook narrator, podcaster, and founder of Hamburg-based Polar Verlag has certainly crafted a somewhat unconventional scenario with "Einer sollte ihm mal sagen, dass er tot ist" (Someone Should Tell Him He’s Dead)—one that raises many questions that his protagonist soon can’t even remember. The idiosyncratic humor and signature writing style of Aachen-born author Wolfgang Franßen accompany a hopeless mess in which everyone seems to be trying to cheat everyone else. The narrative jumps briskly back and forth between the present and the past, as well as between protagonists and antagonists. The large cast of characters—many of whom fall victim to a relatively high body count over the course of this darkly humorous thriller—along with the characters’ lost-in-thought world, doesn’t always make for an easy read. It demands a great deal of attention from the reader. But perhaps that’s exactly what the author intended, as it would fit like a glove with Franßen’s protagonist, Trésor, who stumbles almost obliviously through the gradually crumbling facade of his messed-up life.

 

It does take a little while, though, for the reader to really get immersed in this admittedly somewhat confusing but hilarious story. Just like the main character, you sometimes don’t know right away where you are or what time period you’re in. Trésor’s memory is failing him more and more, which inevitably leads to unintentional comic situations. At some point, however, events come thick and fast, and Trésor—who may not (always) be aware of it or may simply not care—faces danger from all sides. In the utterly brilliant and crazy story "Einer sollte ihm mal sagen, dass er tot ist", characters are exploited, cheated, betrayed, seduced, feared, tortured, and murdered. The relatively high level of violence, however, isn’t depicted too explicitly. In this context, Wolfgang Franßen casually builds a vivid local setting in which he weaves in plenty of regional color. This makes the narrative accessible and occasionally lends it a thoughtful, if not downright subtle, philosophical undertone. Various storylines and perspectives further enrich the spectacular, fast-paced, and multi-layered plot. The 234-page, darkly humorous psychological portrait “Someone Should Tell Him He’s Dead” bears stylistic similarities to French cinema, yet also exudes a touch of Italian, German, and American charm.

 

(Janko)


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Herausgeber:

LACK OF LIES (est. 2016)
Janko Katzenmeier
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